Immobilienfonds

Immobilienfonds erzielen vorwiegend Vermietungserträge aus in- und ausländischen Immobilien, Wertsteigerungen der Immobilien aufgrund der Bewertung oder Veräußerung sowie Zinserträge aus der Liquiditätshaltung des Fonds.


Die Erträge sind grundsätzlich mit dem 25% KESt-Abzug endbesteuert. Die jährliche Wertsteigerung der Immobilien wird dabei nur in Höhe von 80% erfasst. Substanzgewinne aus der Liquiditätshaltung (dh Veräußerungsgewinne aus Forderungswertpapieren) des Fonds sind zur Gänze steuerbefreit. Doppelbesteuerungsabkommen können voll in Anspruch genommen werden. Aufwendungen wie z.B. Anschaffungsnebenkosten iZm Immobilien, Fremdfinanzierungskosten und eine Instandhaltungsrücklage reduzieren dabei die steuerliche Bemessungsgrundlage des Fondsergebnisses.

Mit Inkrafttreten des Budgetbegleitgesetzes 2003 sind für Ausschüttungen bzw fiktive Ausschüttungen aus inländischen Fonds, die dem Anleger nach dem 31.3.2003 zugehen, die darin enthaltenen ausländischen Dividenden mit dem 25% Sondersteuersatz (bisher Tarifsteuersatz bis zu 50%) im Wege der Veranlagung zu erfassen (Endbesteuerung). Für derartige Einkünfte entfällt aufgrund der Endbesteuerung der individuelle Veranlagungsfreibetrag in Höhe von Euro 730,--. Bei inländischen Dachfonds sind zusätzlich die ordentlichen Erträge aus ausländischen Subfonds mit dem 25% KESt-Abzug durch das Kreditinstitut automatisch endbesteuert.

Für Ausschüttungen bzw fiktive Ausschüttungen aus inländischen Fonds, die dem Anleger nach dem 31.3.2004 zugehen, sind die darin enthaltenen ausländischen Dividenden mit dem seitens der depotführenden Banken abzuführenden KESt-Abzug in Höhe von 25% (wobei eine ausländische Quellensteuer automatisch gegenverrechnet wird) endbesteuert.

Kursgewinne sind analog zu Investmentfonds zu versteuern.

 

Quelle: VÖIG HP