Betriebliche Vorsorgen

In Österreich beruht die Pensionsvorsorge auf dem so genannten 3-Säulenmodell:

Neben der staatlichen Pensionsvorsorge (1. Säule) wird zwischen der betrieblichen (2. Säule) und der privaten Altervorsorge (3. Säule) unterschieden.

 

Das Betriebspensionsgesetz (BPG) enthält die arbeitsrechtlichen Bestimmungen zur betrieblichen Altersversorgung für Arbeitnehmer/innen im Rahmen der 2. Säule.

Das BPG regelt vier Formen von betrieblichen Leistungszusagen:

  • Pensionskassenzusagen zu in- oder ausländischen Pensionskassen
  • betriebliche Kollektivversicherung (BKV)
  • direkte Leistungszusagen
  • Lebensversicherungen

Gemeinsam ist diesen Leistungszusagen, dass sie eine Ergänzung zur Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenpension der gesetzlichen Pensionsversicherung darstellen.

Bei Pensionskassenzusagen, der BKV und der Lebensversicherung hat der/die Arbeitgeber/in Beiträge für den/die Arbeitnehmer/in in eine Pensionskasse oder ein Versicherungsunternehmen zu zahlen, die diese Beiträge veranlagen und im Leistungsfall als Pension in Form einer monatlichen Rente auszahlen. Die Zahlung der Renten erfolgt durch Überweisung auf ein Konto des/der Leistungsberechtigten.

Bei der direkten Leistungszusage wird die Pensionsleistung direkt vom/von der Arbeitgeber/in finanziert und erbracht.

Wesentlich ist dabei, dass es sich hier um kollektive und betriebliche Formen der Altersvorsorge handelt. Diese Leistungszusagen können grundsätzlich im Wege des Kollektivvertrages, der Betriebsvereinbarung oder der Einzelvereinbarung als Regelungsinstrumente vorgesehen werden.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge handelt es sich um eine freiwillige Sozialleistungdes/der Arbeitgebers/in, die auf einem kapitalgedeckten System basiert.

 

Quelle: BMASK HP