Di

02

Jun

2015

Die Stimmung ist gut - wie lange noch?

Die Börsen entwickeln sich nach wie vor prächtig und das vor allem deshalb, weil die Aktien scheinbar alternativlos sind.

Die große Frage die sich damit stellt ist die, wie lange das noch so gut gehen kann oder tatsächlich wird. Wie immer gibt es keinen Blick in die Glaskugel, da es unseriös wäre. Meine Meinung bleibt aber, dass es nach einer guten Entwicklung seit spätestens 2011 wohl auch ein Ende geben wird. Angesichts der Kursentwicklungen wohl eher ein schmerzliches Ende. Aber da bin ich schon wieder in der Spekulation. Wer schon länger dabei ist und Vorsorge treffen möchte, sollte Überlegungen anstellen, wie man Gewinne auch absichern kann.


Nachstehend möchte ich einen Artikel übernehmen, den ich interessant finde und auf Fondsprofessionell gefunden habe. Der Nobelpreisträger Robert Schiller liefert ähnliche Bedenken, die sich allerdings auf den US-amerikanischen Markt beziehen. Lesen Sie nun mehr ...

"Nobelpreisträger Robert Shiller hat erneut vor einer Blase am US-Aktienmarkt gewarnt. Der an der Elite-Universität Yale lehrende Finanzmarktexperte meinte, dass die Kurse aus "Angst" auf Seiten der Anleger mittlerweile so hoch gestiegen sind, dass Aktien "überbewertet wie 1929 sind". "Der Bullenmarkt wird enden, und er wird böse enden", sagte er laut einer Meldung des US-amerikanischen Branchenportals Money News, welches sich wiederum auf ein Interview von Guru Focus mit Shiller beruft. Einen Grund zur Panik sieht er aber nicht, denn trotz alarmierender Zeichen könnte der Markt noch eine Zeit weiter steigen. In der Vergangenheit hatte der Finanzguru daher gesagt, er würde seine Aktien noch nicht verkaufen.

Shiller bezieht sich für seine Einschätzung – erneut – auf die von ihm entwickelte Cape-Ratio, die das über zehn Jahre geglättete und um die Inflation bereinigte Kurs-Gewinn-Verhältnis von Aktien darstellt. "Die Ratio hat aktuell einen Wert von rund 27, was für US-amerikanische Verhältnisse sehr hoch ist. Der Wert war nur 1929, 2000 und 2007 höher, also immer kurz vor einem Börsen-Crash", warnte er.

Keine klassische Blase
Der Wirtschaftsguru führte in dem Interview weiter aus, dass die aktuelle Situation keine klassische Blase ist. Denn seiner Definition nach stellt eine solche ein soziales Phänomen dar, das durch überhöhte Erwartungen der Marktteilnehmer entsteht.

"Ich bin nicht sicher, ob die meisten Menschen zu hohe Erwartungen haben", erläuterte er weiter. "Die aktuelle Situation ist wahrscheinlich eher von Angst bzw. besser Unsicherheit bezüglich möglicherweise verpasster Investionschancen getrieben als von einem Gefühl einer neuen Ära." Dies sei in den anderen Perioden einer Blasenbildung nicht der Fall gewesen, beispielsweise 1929, als der Renten- sowie der Immobilienmarkt im Gegensatz zu heute nicht überbewertet waren.

Tipp vom Nobelpreisträger: Raus aus US-Aktien
Einen Zeitpunkt für den Crash nannte der Nobelpreisträger nicht, wagte aber die Prognose, dass es im kommenden Jahr zumindest zu einer Korrektur am Markt kommen könnte.

Einen Ratschlag für Investoren hat der Professor auch: Sie sollten ihr Geld aus US-Aktien in globale Werte umschichten, beispielsweise europäische!"


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Fr

17

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2015

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