Prognose für das Jahr 2014

 

Mit dem Jahreswechsel und dem begonnenen Jahr 2014 stellt sich für Anleger nun auch wieder die Frage, was denn dieses Jahr wohl bringen wird. Es gibt wohl auch für dieses Jahr die widersprüchlichsten Prognosen, lediglich die Rückschauen, werden ziemlich ähnlich klingen.

Ich möchte hier aber dennoch eine in "Fondsprofessionell" gelesene Prognose publizieren, da ich dieser Einschätzung durchaus folgen kann.

"Die Signale von den Kapitalmärkten seien momentan widersprüchlich wie selten, sagt Karl-Heinz Thielmann, Vorstand des Analysehauses Long-Term Investing Research. Die großen Schwellenländer, Wachstumslokomotiven des vergangenen Jahrzehnts, schwächelten wirtschaftlich. Gleichzeitig schienen Japan, Europa und Nordamerika langsam aus ihren jeweiligen Krisen herauszukommen. Es sei schwer zu sagen, welcher Effekt überwiege. Zudem gehe 2014 wahrscheinlich zumindest in den USA die Phase extremer Niedrigzinsen zu Ende. Das könne an den globalen Kapitalmärkten zu Turbulenzen führen – oder auch nicht.

Gemessen an Vergleichsgrößen wie dem durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) erschienen die Aktienmärkte das erste Mal seit 2007 nicht mehr billig. Allerdings seien die Bewertungen noch weit von den Größenordnungen entfernt, die während der Spekulationsblase 2000 zu verzeichnen waren. Zudem seien viele Blue-Chip-Aktien immer noch relativ billig. Lediglich in Teilbereichen des Aktienmarktes, etwa bei den auf sozialen Netzwerken basierenden Internetaktien, gebe es Bewertungen, die nach normalen Maßstäben nur schwierig zu rechtfertigen seien. Die hohen Durchschnittswerte bei den Markt-KGVs deuteten damit eher auf eine Differenzierung innerhalb des Aktienmarktes als auf eine generelle Überbewertung hin. 2014 drohe von der Bewertungsseite keine generelle Gefahr.

Krisenpropheten verrennen sich
Es gebe in der Tat einige beunruhigende Entwicklungen an den Kapitalmärkten, sagt Thielmann. "Ihre Konsequenzen werden uns allerdings eher 2018 als 2014 betreffen." Ob es dann wirklich zum Crash komme, sei noch nicht ausgemacht. Bei rechtzeitig erkannten Fehlentwicklungen könne man gegensteuern. Zu viele Anleger, Regulatoren, Politiker und Journalisten hätten sich indes mental entweder schon ganz von Krisengefahren verabschiedet oder fokussierten ihre Aufmerksamkeit völlig auf die letzten Krisenverursacher: die Banken. Dass die nächste Krise von dem inzwischen stark regulierten Bankensektor verursacht werde, sei aber unwahrscheinlich.
 
Thielmann befürchtet, dass 2014 schwieriger wird, als derzeit die meisten Strategen, Analysten und Anleger vermuten. Es warteten einige Stolpersteine noch unbekannter Größe. Investoren sollten sich von kurzfristigen Turbulenzen nicht irritieren lassen. Der langfristige Trend bei Aktienkursen gehe nach oben und bei den Rentennotierungen nach unten. Daran werde sich auch 2014 nichts ändern. Vielleicht aber 2018."

Ich teile diese Prognose insofern, als ich auch meine, dass angesichts der Niedrigzinsphase die Aktien wohl turbulent bleiben aber nicht durch einen massiven Crash gefährdet sind. Letztlich bleibt es aber nur eine Vermutung und vielleicht ist dabei auch ein wenig Hoffnung damit verbunden, dass die positive Entwicklung seit dem letzten Crash noch ein wenig anhält.

Der nächste Crash kommt aber bestimmt, die Frage bleibt nur, wie lange die Party noch in diesem Ausmaß weiter geht. Die ersten Anzeichen für einen bevorstehenden Rückgang finden sich bereits auf den Titelseiten der auflagenstarken Medien. Sollten sich die plakativen Lobeshymnen auf Aktieninvestments in Krone, Bild und Co weiterhin und massiv verdichten, so wäre es an der Zeit, den nahenden Crash mit entsprechenden Strategien zu begegnen.

 

 

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