...die weltweite Geldpolitik - wo bleibt die Inflation?

Obama kämpft gerade darum, sich wieder die Lizenz für weitere Staatsschulden zu erzwingen, was natürlich nach zähem Ringen gelingen wird, die Japaner haben auch die Segnungen des Gelddruckens gerade wieder erfahren und selbst die EZB bedient sich dieser Instrumente, um die Probleme der einzelnen und eigenen Wirtschaftsräume in den Griff zu bekommen.

Nach Jahren der Geldmengenausweitung stellt sich aber die Frage, wann oder wer denn hier die Rechnung bezahlt? Je mehr Geld am Markt ist und bei gleichbleibender Wirtschaftsleistung ist es ein logischer Grundsatz, dass bei Kaufinteresse eine Geldentwertung die Folge ist. Diese ist aber noch nicht oder nur teilweise in Sicht und es stellt sich die Frage ob oder wann diese kommt.

 

In Teilen hat sich Inflation sicher schon angesagt, denn dass Aktien und Immobilien dermaßen im Wert steigen ist ein Zeichen dafür, dass es an der verfügbaren Menge an Geld nicht scheitert.

Auch wenn viel Geld von den Nationalbanken verfügbar gemacht wird, so bleibt doch ein erheblicher Teil bei den Banken, die sich zumindest buchalterisch glücklich schätzen. 

 

Führende Finanzexperten warnen vor dieser Schieflage und des damit verbundenen Risikos, dass das (weltweite) Finanzsystem unter der Last der nicht rückzahlbaren Aussenstände zusammenbrechen könnte. Ein Szenario, das man sich nicht gerne vorstellt und das in dieser Dramatik auch nicht wünschenswert ist. Geldsysteme sind aber in der historischen Betrachtung schon des öfteren zusammengebrochen und die Menschheit hat auch dies ausgehalten.

 

Unter dieser Betrachtung der Perspektiven bleibt letztlich für den Einzelnen die Optionen zu wählen, wie er oder sie für das Schlimmste gerüstet sein könnte. Ich vermute, dass es nur bedingt lohnt, sich für ein solches Szenario vorzubereiten.

Würde eine massive Entwertung zur Entschuldung eingeleitet werden, was sich durch den Stopp von Geldmengenausweitung ergäbe, so wäre es jedenfalls nicht ratsam, zuviel Geld zu besitzen. Nominale am Sparbuch oder in Anleihen würden dem Verfall preis gegeben sein. Aktien und Immobilien wären zwar einem enormen Risiko ausgesetzt, diesen Wirtschaftsturbulenzen nicht Stand zu halten, böten aber zumindest einen gewissen Schutz vor Inflation.

 

Noch viel wichtiger wäre allerdings ein gutes und krisenfestes familiäres Umfeld und historisches Wissen, denn die Welt ist letztlich noch nie wirklich untergegangen. Inflation wird uns vermutlich die kommenden Jahre beschäftigen, wie schlimm oder gedämpft diese unsere Vermögen zum "Wohle der Staatsentschuldung" reduzieren wird, bleibt einerseits dem Geschick der politischen und finanzpolitischen Handlungen ausgesetzt und andererseits der eigenen Diversifikation von Anlageinstrumenten geschuldet.

 

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