Bernanke löst eine kleine Panik bei Aktienbesitzern aus - die "Logik des Marktes"

Die Arbeiterkammer warnt immer wieder, sich nicht zu viel an Schulden aufzuhalsen, um nicht kreditunwürdig, zahlungsunfähig und damit vom Privatkonkurs bedroht zu werden.

 

Die USA sind an oder über der kritischen Schwelle dessen, was hier für den "kleinen Mann" gilt und so scheint es nur logisch für die USA hier im Bereich des noch möglichen gegenzusteuern.

 

Dass die Ansage der FED zur künftigen Drosselung des selbst gewählten Monopoli-Spieles durch künftig reduziertem Druck von unbesicherter Währung eine derartige Reaktion auslöst, wundert dann doch ein wenig.

 

Der Plan ist kurz umrissen: dieser sieht vor, mit "falschem Geld", den Kreislauf soweit zu erhalten, dass die Wirtschaft stimuliert wird und damit die Arbeitslosenrate gedrückt werden soll.

Dieses Geld kostet auch weiterhin nahezu nichts (bringt also keine Zinsen) und soll nach Erfüllung der Aufgabe dem Markt langsam wieder entzogen werden.

Wie das gehen soll, ist schwer durchschaubar und für das klassische Milchmädchen nur über Inflation erreichbar. Die nächsten Jahre ist das aber nicht zu befürchten, denn die FED möchte weiterhin diesen Kreislauf der steigenden Geldmenge am Laufen sehen und hat auch die Möglichkeit dies zu tun. Hier ist die FED dem durch die Arbeiterkammer behüteten Schuldner um einen Schritt voraus, denn dieser hat nicht die Möglichkeit aus seinem Arbeitseinkommen durch die Zuhilfenahme eines guten Farbkopierers ungestraft sein exzessives Leben nachhaltig zu finanzieren.

 

Nun wieder zur US-Notenbank - die hält also vorerst an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Der Leitzins bleibt auf dem historischen Niedrigstand zwischen 0 und 0,25 Prozent. Sie will auch ihre Anleihenkäufe im Umfang von insgesamt 85 Milliarden Dollar (63,6 Milliarden Euro) monatlich fortsetzen.

Notenbankchef Ben Bernanke erwägt aber eine Drosselung des Tempos bei den Käufen im späteren Verlauf des Jahres und einen Stopp Mitte 2014. Das wird sich zwar nicht ausgehen, denn die Voraussetzung sei, dass sich von der Fed erwartete Konjunkturdaten bestätigten. Bei einer Verschlechterung der Lage könnte das Tempo bei den Anleihekäufen auch erhöht werden, sagte Bernanke und lässt damit wieder alles offen.

Er sieht die Situation auf dem Arbeitsmarkt als etwas gebessert, die Quote sei nach wie vor hoch. Aktuell ist diese bei 7,6 Prozent. Um eine stärkere Erholung zu stützen, würden die Anleihenverkäufe vorläufig fortgesetzt.

Die Wirtschaft wächst, werde aber durch die Washingtoner Fiskalpolitik gebremst, sagte Bernanke. Gemeint sind die automatische Ausgabenkürzungen querbeet durch den US-Haushalt, die im Frühjahr in Kraft getreten waren - das klarerweise wegen dem bereits historischen Defizit. Die Fed erwartet für 2013 ein Wachstum zwischen 2,3 und 2,6 Prozent, für 2014 zwischen 3,0 und 3,5 Prozent.

Die Arbeitslosenquote sollte dieses Jahr auf 7,3 bis 7,2 Prozent reduziert werden, für 2014 sieht die FED eine Quote bei 7 bis 6,5 Prozent.

Bernanke erklärte aber auch, dass eine Erhöhung des Leitzinses in weiter Ferne liegt. Selbst bei Arbeitslosenzahlen von unter 6,5 Prozent, muss dies nicht unbedingt mit Zinserhöhungen einhergehen. Dieses Szenario wird wohl nicht vor 2017 eintreten und selbst dann meint er, dass diese Marke lediglich ein Schwellenwert sei - kein Auslöser für garantierte Zinsanhebungen.

 

Die Aktienmärkte sind also geschockt angesichts einer Meldung die so logisch ist, wie die Schwerkraft auf diesem Planeten. Diese ist übrigens auch dafür verantwortlich, dass Bäume nicht in den Himmel wachsen und nach einem Lebenszyklus einfach umfallen.


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