LIBOR - eine Änderung steht bevor

Reuters meldet, dass skandalgeplagte Referenz-Zinssatz LIBOR schon im kommenden Jahr einer anderen Berechnungsmethode unterworfen werden wird.

Der Bankenskandal im Zusammenhang mit dem LIBOR war der, dass durch einen Rundruf und der abgegebenen Zinssätze gemittelt wurden und daraus entstand der LIBOR. Die Verlockungen dieser Methode waren zu groß, sich hier ein Kartell zu basteln und Absprachen zu Gunsten einer Manipulation zu tätigen.

Da immer dort, wo viel Geld im Spiel ist, auch die Anfälligkeit für Betrug groß ist, berichtet nun die "Financial Times" am Sonntag, dass zumindest in einem zweigeeteilten Verfahren auch reale Transaktionen in diese Methode einfließen werden.

Der amerikanischen Aufsicht CFTC geht dieser Vorschlag nicht weit genug und möchte hier volle Transparenz - wohin der Kompromiss gehen wird bleibt abzuwarten, in diesem Fall kann man getrost sagen, dass es nur besser werden kann.

 

Da der LIBOR als Referenz für bestehende Fremdwährungskredite vertraglich festgelegt ist, ist diese Änderung für alle Kreditnehmer wünschenswert und positiv.

 

Angesichts der vielen vergangenen Bankenskandale bekommt der Terminus "Bankräuber" eine vielleicht neue Definition. Den klassischen und gängigen Bankräuber sollte man sich also nicht mit einer Sturmhaube vorstellen, sondern eher mit Anzug und Krawatte....

 

 

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