Sell in Mai and go away!?

...soviel vorweg - ich weiss es auch nicht!

 

Es ist aber ein Spruch, der an den Börsen mehrheitlich Recht bekommen hat und sich damit durchaus auch dazu entwickelt hat, eine "self fullfilling prophecy" zu sein.

 

Aufgelesen habe ich einen Kommentar eines "Experten" von ING, Herr Ad van Tiggelen, Senior Investment Specialist bei ING Investment Management in Den Haag.

Einerseits meint er, dass die Sommerpause auf Grund von Marktsituationen eine logische Konsequenz wäre, obgleich es unterschiede zu den Jahren davor gibt. 

Diese Unterschiede wären 

  • Während die letzten drei Sommer von schweren Problemen in der Eurozone geprägt waren, ist die Situation inzwischen wohl stabiler: Die Anleiherenditen an der Peripherie sinken und die einzelstaatlichen Defizitziele wurden etwas gelockert.
  • Die US-Wirtschaft ist mittlerweile robuster als jemals zuvor seit Ausbruch der Kreditkrise; Häuserpreise und Arbeitsmarkt normalisieren sich.
  • Die Inflationserwartungen in der entwickelten Welt halten sich – dank fallender Rohstoffpreise und geringen Lohnwachstums – in Grenzen. In den Vorjahren befürchteten Investoren dagegen, dass die lockere Geldpolitik der Zentralbanken die Inflationsentwicklung antreiben würde.
  • Erst kürzlich hat auch Japan ein beispielloses Konjunkturprogramm auf den Weg gebracht. Da die Bank of Japan nunmehr in schneller Folge Anleihen aufkauft und damit eine künstliche Knappheit erzeugt, ist weltweit jetzt noch mehr Geld auf der Suche nach Renditen.
  • Die Zinsen für Anleihen und Sparprodukte sind auf den tiefsten Stand aller Zeiten gerutscht und könnten durch den anhaltend desinflationären Druck in den USA und Europa sogar noch weiter sinken.

 

Weil es aber keine wirklichen Alternativen bieten, ist Herr Ad van Tiggelen dennoch optimistisch, im Sommer 2013 nicht die gewohnten Rückgänge zu sehen. Zumindest sieht er diese nicht für stabile Dividendentitel.

 

"Unserer Einschätzung nach werden die Aktienmärkte sich auch über die Sommermonate recht gut entwickeln, trotz Mangel an positiven Konjunkturüberraschungen und umfassenden Stimuluspaketen der Zentralbanken. So ist es aller Wahrscheinlichkeit nach gerade dieser Mangel an Alternativen, der die Aktienkurse stützen wird", so der ING IM-Manager.

 

Ich vermute dennoch, dass die Psychologie eher die Rationalität der Entscheider bestimmt und somit wäre auch 2013 Platz für einen Marktrückgang - wer´s natürlich genau wissen möchte, sollte doch eher bis in den Herbst warten, denn da wissen es dann immer alle ganz genau, warum etwas gekommen ist, wie es eben kam.

In jedem Fall wünsche ich Ihnen die richtige Entscheidung!

 

 

 

 

Quelle: Info und Auszug aus Fondsprofessionell

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