OECD Studie zu wirtschaftlicher Entwicklung Europas

Es ist zwar wenig überraschend, dennoch bestätigt ein jüngster Zwischenbericht zur Konjunkturlage der OECD dass sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt für das laufende Quartal um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal steigern wird – wo hingegen Frankreich und Italien neuerlich mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung rechnen muss. Schlechter natürlich noch die weiteren Problemkandidaten der bekannten Mittelmeeranrainer.

Wie bereits wiederholte male festgestellt, kommt auch der Zwischenbericht zum Schluß, dass Frankreichs BIP laut Prognose im laufenden Quartal um 0,2 Prozent schrumpfen wird – damit droht ein Abrutschen in die Rezession, nachdem bereits im vierten Quartal ein Rückgang zu verzeichnen war. Der Ausblick auf Italiens Entwicklung ist mit Minus 0,4% noch schlechter. Seit Mitte 2011 befindet sich die italienische Wirtschaft in der längsten Rezession seit 20 Jahren.

Die OSCD empfielt als Gegenmaßnahme eine weitere Lockerung der Geldpolitik. Die EZB habe laut dieser Studie noch Raum: "Die Inflation ist niedrig und die Nachfrage schwach." Um Maßnahmen zur Konjunkturstabilisierung zu ermöglichen, sollten auch die Defizitziele verfehlt werden können. "Wir brauchen entschiedene politische Schritte, um ein nachhaltiges Wachstum zu erzielen – vor allem in der Eurozone, in der das Wachstum ungleich verteilt ist", meint OECD-Chefvolkswirt Pier Carlo Padoan.

 

Österreich hat mit 2012 die Maastricht-Kriterien mit einem 2,5% Defizit erfüllt, eine Leistung die im europäischen Umfeld zwar positiv zu werten ist, in der Tendenz einer steigenden Neuverschuldung aber nicht zur uneingeschränkt positiven Einschätzung führen sollte. Was hilft es mir mit 41° Fieber bei einer schweren Grippe zu wissen, dass mein Nachbar vielleicht sogar an der Pest erkrankt ist? Es bleibt dabei lediglich die Erkenntnis, dass er schlimmer dran ist und dass er mir im Fall einer Verschlechterung sicher auch nicht helfen kann....

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