Das Wort der Woche - Zypern

War vorige Woche noch das Wort der Woche "Sedisvakanz" und gleich darauf der "Papst aus Lateinamerkia - Franziskus", als der Papst, der sich der Armen annehmen möchte, so zeigt sich diese Woche bereits ein ganzes Land am Rande der Armut.

 

Zypern hat die Medienberichterstattung diese Woche dominiert und einige neue Facetten der globalen Geldkrise gezeigt. In der Geschichte hat Zypern bereits seit jeher gezeigt, dass die strategische Lage zur Flexibilität zwingt und sich mit allen Regionen und Religionen zu arrangieren weiß. Offshore für russische Oligarchen mit einem aufgeblähtem Bankensektor, touristische Attraktion auch für den Magreb und die Förderungen und Gäste aus der EU. Das könnte durchaus ein Mix für Wohlstand sein, durch die Lebensfreude hat sich hier aber eher Verschwendung denn Reichtum eingestellt.

 

Wer hier nun die Töpfe wieder zu füllen hat, wird das demonstrationsfreudige und vertragselastische Volk der griechischen Zyprioten so schnell nicht klären, da ich nicht sicher bin, ob die EU hier einerseits sehr weise und besonnen vorgegangen ist und erwarten darf, dass Vereinbarungen auch halten.

 

Aus meiner Sicht spricht einiges dafür, dass sich die Zyprioten bei besseren Alternativen von der Europäischen Union bzw. dem Euro wieder entfernen oder zumindest diese Intension als Verhandlungsmittel einsetzen, um die verachteten Europäer zu mehr Zugeständnisse und Beteiligung rund um die Finanzmisere zu zwingen.

 

Ich habe nahezu zwei Jahre auf Zypern gelebt und würde meinen, dass man von diesem netten Inselvolk vieles lernen kann, Vertragstreue und der besonnene Umgang mit Geld wird es aber nicht sein.

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