Die Verlockungen des Geldes - und Goldes

Die Marktwirtschaft ist die Segnung der Menschheit seit es Geld und geldwerte Raritäten gibt. Diese Wirtschaft die an und für sich dafür verantwortlich ist, dass die Welt und die Menschheit dort ist wo sie eben ist, hat viel Gutes aber auch viel Schlechtes und Verwerfliches an die Oberfläche gespült.

Ist damit dieses System ungeeignet oder ist es die Menschheit, die dafür ungeeignet ist? Letztlich ist das Ergebnis das gleiche, lediglich der Zugang ist ein Anderer!

 

Ich bin davon überzeugt, dass die Volksweisheit "Geld verdirbt den Charakter" einfach falsch ist, sondern mit Geld (oder gewährter Macht) kommt man dem wahren Charakter eines Menschen einfach um vieles näher.

 

Bei Unternehmen ist das dann ähnlich. Je nach dem welche Charaktere ein Unternehmen kumuliert, ist das Ergebnis ident mit den Mächtigen des Unternehmens. 

Monsanto beispielsweise hat eine tolle Homepage und ein liebliches Leitbild, das Ergebnis an dokumentierter Skrupellosigkeit wurde aber schon wiederholte male in Dokumentationen ans Licht gebracht.

 

Banken liefern ein ähnliches Bild und wenn es nach einigen Skandalen und erwiesenen Marktmanipulationen (LIBOR, EURIBOR) nun um das Thema des Manipulation des Gold- und Silberpreises in großem Stil geht, zeigt sich damit, dass lediglich eine strenge Kontrolle hier dem Betrug Vorschub geleistet werden kann. 

 

Das Wallstreet Journal schreibt, dass sich die CFTC (amerikanische Commodity Futures Trading Commission) die Preisfindung am Gold- und auch am Silbermarkt wegen intransparenz genauer ansieht. Eine formale Untersuchung sei aber noch nicht eingeleitet. 

"Ähnlich wie bei dem Libor-Zinssatz wird der tägliche Goldpreis von fünf Banken festgelegt: Barclays, Deutsche Bank, HSBC, Bank of Nova Scotia und Société Générale. Die Silberpreise legen Bank of Nova Scotia, Deutsche Bank und HSBC fest. Das Prozedere für den Goldpreis sind zwei tägliche Telefonkonferenzen – 10:30 und 15:00 Uhr – zwischen den Banken. Der Silberpreis wird einmal am Mittag festgesetzt. Sprecher von Barclays, HSBC und Deutscher Bank wollten sich nach Angaben des Wallstreet Journals nicht äußern. Bei den anderen beiden Banken sei zunächst niemand für einen Kommentar zu erreichen gewesen. Ein Sprecher der CFTC beantwortete eine Anfrage der Zeitung ebenfalls nicht.

Offenbar bereits im Jahr 2008 sei die CFTC erstmals Beschwerden über Fehlverhalten auf dem Silbermarkt nachgegangen, so die Zeitung weiter. Einige Investoren hätten zuvor behauptet, dass ein rasanter Kursverfall im Sommer des Jahres auf Marktmanipulationen zurückzuführen gewesen sei. Die CFTC habe bis heute keine Ergebnisse dieser Untersuchung veröffentlicht, aber auch nicht bestätigt, dass das Verfahren beendet worden sei. Dabei werde über die Anfälligkeit des Londoner Preisfixings für mögliche Manipulationen am Gold- und Silbermarkt schon lange spekuliert, so das Journal.

Der Grund für die Aufmerksamkeit der Behörde liegt darin, dass der Spotpreis nicht alleine die Geschäftszahlen von Minen und Schmuckhändlern bestimmt, sondern darüber hinaus den Wert von Derivaten, deren Kurse an die Metallpreise gebunden sind. Allein amerikanische Geschäftsbanken hatten Ende September 2012 Edelmetallkontrakte im Wert von 198 Milliarden Dollar ausstehen, wie Daten des Office of the Comptroller of the Currency, einer unabhängige Aufsichtsbehörde innerhalb des US-Finanzministeriums, zeigen."

 

Interessen von Großinvestoren werden hier scheinbar schamlos verfolgt und der "freie Markt" entsprechend manipuliert. Ob diese Vermutungen tatsächlich stimmen und konsequent genug verfolgt werden, um ein transparentes Ergebnis samt Strafen als Ergebnis zur Folge haben werden, bleibt abzuwarten.

 

Wenn man aber davon ausgeht, dass ein Markt nach unten manipuliert wird, könnte man auch unterstellen, dass sich ein kochender Topf selbst dann des Überdruckes entledigt, wenn man einen Deckel drauf hält im Versuch, hier das Kochen zu verhindern.

 

Wenn auch meine Prognose zur Gold- und Silberpreis Entwickung vage bleiben würde - bei einer Prognose gehe ich alle Wetten ein: Das war nicht der letzte Skandal im Jahr 2013, von dem wir hier lesen!!!

 

...denn Geld stinkt erst dann, wenn es die richtigen Leute in die Hände bekommen!

 

 

Textauszug des Inhaltes aus Fondsprofessionell

 

 

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