Fair Trade - ein ethisch anständiges Handelskonzept wird 20 Jahre - herzlichste Gratulation!

Lebensmittel unterlagen im Jahr 1989 schockartig einem Preisverfall und in Folge dessen rutschten tausende Kleinbauern in tiefe Armut ab. Der aufstrebende Welthandel, die Globalisierung samt den auch Jahre späteren Aufweichungen von Handelsbeschränkungen durch die WTO brachte (und bringt nach wie vor) die schwächsten Partner in tiefste Not.

Entwicklungshilfen, die für sich schon eher ein Zeichen der Arroganz denn als ernstgemeinte Hilfe für die Ärmsten zu sehen ist, konnte diese Ungerechtigkeiten nicht ansatzweise ausgleichen.

In den Niederlanden sowie in ganz Europa entwickelten sich Fairtrade-Organisationen, die versuchten, neue Vertriebswege über den kommerziellen Handel aufzubauen, um hier die Verlierer aus ihrer Ausweglosigkeit zu helfen

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In Österreich wurde im Jahre 1993 die gemeinnützige Organisation TransFair gegründet, die später in Fairtrade Österreich umbenannt wurde. Über einen Lizenzverkauf sollten zertifizierte und fair produzierte, sowie vor allem fair bezahlte Produkte an die Verbraucher gelangen.

Der erste Lizenzvertrag wurde mit der EZA Faire Handels GmbH im Gründungsjahr abgeschlossen; die ersten Handelspartner waren die Weltläden, MPreis, Pfeiffer und die Bioläden. 20 Jahre später gibt es in Österreich mehr als 70 Lizenzpartner, die über 750 verschiedenen Fairtrade-Produkte in mehr als 5000 Verkaufsstellen anbieten.

Seit 1993 gingen durch die Verkäufe in Österreich Direkteinnahmen von mehr als 104 Mio. Euro über Fairtrade-Mindestpreis, Sozialprämie und Bioaufschlag an dieFairtrade-Produzenten. Allein im Jahr 2011 waren es 16 Millionen Euro. Seit 1993 wurden beispielsweise 11.900 Tonnen Fairtrade-Kaffee in Österreich verkauft.

Das internationale Fairtrade-Netzwerk umfasst heute 1,2 Millionen Kleinbauernfamilien und Beschäftigte - geschätzt insgesamt mehr als 7,5 Millionen Menschen - in 66 Ländern.

 

Globale Probleme die höchste Aufmerksamkeit und Reaktion erfordern sind etwa Entwicklungen wie Klimaerwärmung, Wasserverknappung, Zerstörung der Biodiversität, nicht nachhaltige Landnutzung durch Ausbeutung von Landwirtschaftsflächen und Rohstoffen und vieles mehr.

 

Als Anleger und viel mehr als Konsumenten haben wir die Verpflichtung den nächsten Generationen gegenüber, hier massvoll das eigene Handeln positiv gestaltend zu steuern.

 

Der Kauf von Fair Trade Produkten ist eine der vielen Möglichkeiten, zwischen Ignoranz der Probleme oder der Lösung selbiger aktiv Teil zu haben.

 

In diesem Sinne wünsche ich diesem Gedanken von Fair Trade, dem Engagement und Unternehmen selbst alles Gute zu diesem Jubiläum. Auf dass dieses Geschäftsmodell von Erfolg gekrönt ist um damit einem immer größeren Kreis an Partnern, Kunden und Unternehmern wirtschafltichen Wohlstand und persönliche Freiheit zu ermöglichen!

 

 

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