Anleihen im Depot - was nun?

Anleihen haben sich in den vergangen Jahren der Krise als gute Assetklasse erwiesen - was nun?

 

Robert M. Hall, Institutional Fixed-Income Portfolio Manager bei MFS Investment Management, meint dazu, dass nach vier Jahren hoher Gewinne an den Rentenmärkten drei Herausforderungen für Anleiheinvestoren in 2013 warten.

 

Nachvollziehbar scheinen seine Überlegungen, dass sich Anleger in 2013...
...mit gering bis geringsten Ertragserwartungen begnügen müssen,
...damit abfinden müssen, dass Anleihen nicht günstig bewertet sind und
... auf die Suche nach attraktiven Anlagemöglichkeiten bzw. Alternativen machen sollten.

Seine Überlegungen gehen davon aus, dass im Jahr 2012 Kursgewinne aufgrund engerer Spreads möglich waren, was durch eine leicht entspannte Wirtschaftslage und die damit verbundene Zurückhaltung der Notenbanken bei der Geldpolitik ein Ende hat. Übrig bleibt damit als Ertragskomponente der Kupon. Die Gesamterträge von Credits werden im unteren bis mittleren einstelligen Bereich liegen. Bei amerikanischen Staatsanleihen seien sogar Verluste denkbar.

Hall meint, dass viele Anleger weiterhin Anleihen kaufen werden – auch wenn diese nicht mehr günstig bewertet sind, denn Diversifikation ist immer gefragt. Wer laufende Erträge erzielen möchte, findet bei Anleihen noch immer mehr Sicherheit als bei vielen anderen Anlageformen. Dennoch könnte es sinnvoll sein, eher auf Aktien als auf Anleihen zu setzen und den Bedarf an laufenden Erträgen mit unterschiedlichen Assetklassen zu decken.

Als echte Alternative findet der MFS Portfolio Manager zurzeit US-Unternehmensanleihen mit mittlerer Kreditqualität, Commercial Mortgage-Backed Securities (CMBS) sowie Schwellenländeranleihen.

 

Die historisch niedrigen Zinsen und die Kursgewinne bei Anleihen machen jedenfalls eines nötig – hier darauf hinzuweisen, dass in den kommenden Jahren kein hoher aber zumindest ein geringer Verlust möglich ist. Wer das vermeiden möchte, sollte sich um Alternativen umsehen.

 

 

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