CHF zeigt Schwäche?

"Die Krise wird immer mehr aus den Kursen herausgerechnet, was bedeutet, dass der Schweizer Franken weniger gefragt ist. Er dürfte weiter unter Druck stehen und die SNB wird wohl darüber erfreut sein", meinte Antje Praefcke, leitende Devisenstrategin bei der Commerzbank in Frankfurt, in einem Bloomberg-Bericht.

 

Nach Ansicht der Unia - die größte Gewerkschaft der Schweiz - soll die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Untergrenze von 1,20 auf 1,25 Schweizer Franken durch die aktuelle Devisenentwicklung anheben und sie mit allen Mitteln verteidigen. Die Frankenstärke belaste besonders den Tourismus und die Exportfirmen. Es seien bereits mehrere tausend Arbeitsplätze verloren gegangen und im Frühjahr drohe eine weitere Abbauwelle. "Im Sinne eines Schrittes in die richtige Richtung muss sie die Wechselkursuntergrenze unverzüglich bei 1,25 Franken festlegen. Mittelfristig muss die Nationalbank weiterhin einen vernünftigen Wechselkurs von gegen 1,40 Franken je Euro anstreben", so die Unia.

 

Wirtschaftsvertreter sehen einen fairen Wechselkurs zum aktuellen Wirtschaftsumfeld bei ca. 1,27 bis 1,42 was bedeutet, dass aus dieser Sicht der Kurs durch Devisenzuflüsse während der Krise nach oben getrieben wurde. Dies würde bedeutet, dass jegliche Beruhigung der Wirtschaft im Euroraum eine "Normalisierung" dieser Divergenz zur Folge hätte. 

 

Geht man von dieser Annahme aus, so sollte einerseits eine Fremdwährungsfinanzierung nicht in Euro konvertiert werden und es sollte sich bei Investments in CHF die Frage gestellt werden, ob ein Währungsverlust durch Kursgewinn adäquat ausgeglichen werden könnte.

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