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Liebe Mountainbikerinnen und Mountainbiker, Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Bürgerinitiative, … gegrüßt sind natürlich auch die Gegner dieser Forderung! Soeben hat mir das schlechte Gewissen ein E-Mail geschickt und nachgefragt, wie denn der Status Quo ist. Am 25. Juni 2007 habe ich nachmittags die „gesammelten Werke“ an den 2. Nationalratspräsidenten, Dr. Spindelegger, zur parlamentarischen Behandlung übergeben. Geworden sind es ausgezählte 20.865 Unterstützungserklärungen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei all jenen auf das herzlichste bedanken, die diese Bürgerinitiative zum Anlass genommen haben, aktiv mit Ihrer Stimme auf einen Umstand hinzuweisen, der im europäischen Umfeld (Slowenien, Italien, Schweiz, Deutschland, Frankreich, Spanien, UK, nordische Länder …) einzigartig ist und den es zu reparieren gilt! Ihr habt hier mit Eurer und jeder weiteren Unterstützung aus Eurem Umfeld gezeigt, dass diese aktuelle Rechtssituation soweit einschränkt, dass es Menschen mobilisieren kann. Neben vielen engagierten Einzelpersonen haben sich auch teilweise Sportgeschäfte, Gemeinden oder Teilorganisationen von Interessensvertretungen gefunden, aktiv die BI zu unterstützen. Dass es dann doch „nur“ diese 20.865 Stimmen geworden sind, liegt dann vermutlich ein wenig an der österreichischen Seele, die sich ehrfürchtig mit den misslichen Gegebenheiten lieber arrangiert, als aufzustehen und Stellung zu beziehen. Ich habe ein möglichstes versucht, um einen neuerlichen Anstoß für die Gesetzesänderung zu bewirken und das ist letztendlich Dank vieler engagierter „Mitstreiter“ auch tatsächlich geglückt!! |
Downloads:
Volltext der Bürgerinitiative gesetzliche Vorgaben Medienecho Hintergrundinformationen Negatice Reaktionen |
| Auf diesem Wege ein kurzes Update zu diversen Schlagworten:
Politische Einschätzung: Auf Grund vieler Gespräche mit NR aller Parteien, ergibt sich für mich ein interessantes Bild. Die (nicht geschlossene!) Parteilinie der ÖVP für die Beibehaltung der aktuellen Gesetzeslage scheint von keiner anderen Parlamentspartei geteilt zu werden. Sollte nun die SPÖ mit Rückenwind aller Oppositionsparteien nicht „umfallen“, so besteht tatsächlich gute Chance auf Erfolg. Diese Sichtweise möge durch meinen Optimismus verzerrt sein – aber die Hoffnung stirbt zuletzt. … Würde ich daran nicht glauben, dann hätte ich die vermutlich 500 Stunden meiner Zeit besser zu Hause, bei der Arbeit oder auf dem MTB verbracht, statt zu recherchieren und kommunizieren. Weitere Parlamentarische Behandlung: von z.B. Frau AbgNR Haidlmayr (Grüne) habe ich den vermutlichen Zeithorizont von 1 bis 1,5 Jahren zur parlamentarischen Behandlung bis zur möglichen Gesetzesänderung in Aussicht gestellt bekommen. Der Petitionsausschuß bekommt die Forderung vom Präsidenten. Die schreiben eine Empfehlung der Behandlung (nächste Sitzung am 20.September 2007) zur weiteren Behandlung. Der Optimalfall wäre eine weitere Behandlung in einem Fachausschuß (Sportausschuß, Tourismusausschuß …). Dieser holt Stellungnahmen ein (Expertisen, ressortübergreifende Meinungen, Gutachten …) und empfiehlt an den NR. Dort wird debattiert und – genau, entweder oder eben nicht … Gegenwind: Die aktuelle Situation in Österreich kommt nicht von Ungefähr, sondern ist historisch gewachsen. Teile der heimischen Eigentümer und der sich für etwas Besser haltende Teil der Jägerschaft (es gibt sehr viele, die dieser Gruppe nicht zugehören!!!) fühlte sich durch diese Bürgerinitiative massiv bedroht und hat dieses Gefühl ventiliert und mir weiter übermittelt! Ich durfte von teils adeligen (seit dem Adelsverbotsgesetz aus 1920 keine mehr) Grundbesitzern, rechtlich sehr beschlagenen Jägern und auch treu dienenden Angestellten von Kammern und anderen Interessensgemeinschaften beleidigendes, persönlich untergriffiges, skurriles und drohendes lesen und hören. Daraus habe ich dann Kraft geschöpft, denn in dem Wissen, das Richtige zu tun, macht die Arbeit ja bekanntlich mehr Spaß! Eine kleine Kostprobe werde ich als Download vorbereiten. Was mich in diesem Zusammenhang doch ein wenig ärgert, ist die Unterstellung mir gegenüber, mit dem sammeln der Adressen kommerzielle Zwecke zu verfolgen. Ich bin zwar als Vermögensberater in einer Branche tätig, wo man auf viele Praktiken von Kollegen nicht gerade stolz sein kann, ich versichere aber hier nochmals, dass ich die Bürgerinitiative ausschließlich auf Grund meiner sportlichen Begeisterung initiiert habe! Lobby: Was ich leider feststellen musste, ist, dass die Mountainbiker keine Lobby haben. Liegt sicher daran, dass ein ca. 15 Jahre alter Breitensport nicht den politisch verankerten Lobbyismus betreibt, den die Eigentümer und Jäger seit der Aberkennung der freien Jagd (ca. 900n.Ch.) haben. Selbst ein politischer Vertreter der ÖVP hat mir dieses Phänomen in seiner Partei erklärt, gestanden und sich diesem Druck letztendlich gebeugt. Es verwundert aber doch ein wenig, wenn man sich so den Querschnitt der Biker und Ihre Herkunft aus der Bandbreite der Gesellschaft anschaut. Und bei ca. 600.000 aktiven Mountainbikern sollte sich denn doch auch mehr als ein geduldeter Fortsatz der Wandervereine herauskristallisieren. Unterstützungen: Da ich keinen Unterstützer oder Unterstützerin benachteiligen möchte, will ich auch nicht großartig beginnen, eine Wertung vorzunehmen. Jeder oder Jede, der das Gefühl hat, für diese - seine Sache in seinem Rahmen das Mögliche und Richtige unternommen zu haben und dabei einige Unterstützungserklärungen retourniert hat, dem sei herzlichst gedankt. Ich habe es aber auch als sehr nett gefunden, dass sich sogar der deutsche (!!!) Alpenverein solidarisch für diese Forderung gezeigt hat. Newsletter: Angeblich werde ich als Erstunterzeichner über den weiteren Verlauf der Behandlung im Parlament informiert. Für Interessierte werde ich einen Newsletter kreieren, der ausschließlich Informationen über den Stand der Bürgerinitiative betreffend transportieren wird! (auch hier wird es garantiert keine kommerzielle Vermischung geben!) Abschließende große Bitte: Politische Gönner dieser Forderung haben mir eindeutig zu erkennen geben, dass eine dauerhafte mediale Präsenz dieses Themas wesentlich über Erfolg oder Misserfolg entscheiden wird. Wer also Medienkontakte hat, sollte dringendst dahingehend wirken, bei sämtlichen „möglichen und unmöglichen“ Situationen, diese Forderung medial präsent zu halten. Sinnvoll ist sicher auch, Kontakte zu Nationalräten jeglicher politischen Richtung zu nutzen, um auf die Dringlichkeit der Umsetzung dieser Forderung hin zu weisen! Meine Vision: Sollte diese Forderung trotz Widerstände und Vorbehalte in eine positive Gesetzesänderung münden, so organisiere ich gerne eine groß angelegte Wallfahrt mit dem Mountainbike nach Mariazell. Nach dem Besuch der Basilika sollte dann eine Jagdhornbläsergruppe zur Versöhnung blasen. So oder so ähnlich könnte es sicher auch im zwischenmenschlichen Miteinander im Wald funktionieren. In diesem Sinne freue ich mich auf jeden Kontakt im Wald, so er nur freundlich und respektvoll passiert. SIMON Gerald, Spielplatzgasse 3, 2560 Aigen/ Hernstein, Tel: 0676 - 30 63 627 |
unterstützenden Vereine und Unternehmen Neben den genannten Parteien unterstützt diese Bürgerinitiative bis dato aktiv:
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