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News

China drosselt den Geldhahn für US-Staatsanleihen

Contributed by simon on Aug 18, 2010 - 07:40 AM

„Diversifizierung muss zum Grundprinzip werden", sagte Yu Yongding, der ehemalige Berater der Nationalbank Chinas, in einem Interview für die Agentur Bloomberg am Montag.

Peking habe neulich „ziemlich viel" europäische Anleihen gekauft. „China glaubt an die europäische Wirtschaft, an den Euro und an die EU", sagte Yu Yongding.

Nun legt Peking neue Reserven verstärkt in japanischen Staatstiteln an. So hat es seit Anfang des Jahres japanische Schuldverschreibungen für rund 20 Milliarden US-Dollar gekauft.

Der Anteil der US-Anleihen an den Währungsreserven Chinas lag im Mai bei 867,7 Milliarden Dollar gegenüber 894,8 Milliarden im Jänner.

Angesichts der Schuldenkrise im EU-Raum nimmt China auch europäische Staatsanleihen unter die Lupe: die Rentabilität von Anleihen einiger Staaten ist deutlich gestiegen. Gleichzeitig hat nach den jüngsten Angaben der Europäischen Zentralbank die Instabilität der europäischen Schuldverschreibungen viele Investoren abgeschreckt: Im Mai wurden Anleihen für 37,4 Milliarden Euro gegenüber 49,7 Milliarden Euro im April verkauft.

Neben China haben auch Südkorea, Malaysia und Indien die Ankäufe an US-Schuldverschreibungen reduziert. Asiatische Investoren bevorzugen jetzt in europäische Papiere zu investieren, weil sie an der Selbsterneuerungskraft der US-Wirtschaft zweifeln.

Quelle: Wirtschaftsblatt


Vorsorgewohnung - warum gerade jetzt?

Contributed by simon on Apr 19, 2010 - 07:02 AM

Für all jene Kunden, die sich überlegen, eine beständige langfristige Veranlagung zu tätigen, ist eine Vorsorgewohnung eine echte Alternative. Als Beimischung im Anlageportfolio ist diese Form der Veranlagung heute attraktiver denn je.

Warum das so ist, zeigt der folgende Artikel aus dem Wirtschaftsblatt vom 19.4.2010 recht deutlich:

„Die Bautätigkeit in Österreich lässt stark nach. Gemessen an der Zahl der Baubewilligungen für das Jahr 2011 hält die rückläufige Tendenz seit 2007 (damals minus 8 Prozent) auch im kommenden Jahr an. 2011 geht die Zahl der Baubewilligungen der jüngsten Prognose des Wirtschaftsforschungsinstitutes (Wifo) um 5 Prozent auf 33.849 zurück - nach einem Rückgang um 4 Prozent auf 35.497 im heurigen Jahr.

Das Wifo befürchtet negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Eine "weitreichende Wohnungsknappheit" sei aber nicht zu erwarten. "Der Rückgang der Baubewilligungen dämpft die Wohnbauinvestitionen, dies könnte auch negative Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Produktion und den Arbeitsmarkt haben", teilten die Wirtschaftsforscher am Freitag mit. Ein zusätzliches Investitionsvolumen von 100 Mio. Euro im Wohnbau erhöht die gesamtwirtschaftliche Produktion um 120 Mio. Euro und schafft früheren Wifo-Studien zufolge bis zu 990 Arbeitsplätze.

Mit einem Minus von 9 Prozent auf 13.735 besonders deutlich rückläufig sind 2011 die Baubewilligungen für Ein- und Zweifamilienhäuser. Der mehrgeschoßige Wohnbau gibt demgegenüber um 4 Prozent auf 14.265 nach. Grund dafür sind laut Fachverband Stein-Keramik in der Wirtschaftskammer "Finanzierungsprobleme". Die Banken haben ihre Kreditvergabekonditionen verschärft. "Angesichts der Wirtschaftskrise und der Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes überlegt es sich jeder zweimal, ob er ein Haus baut oder nicht", sagte der Geschäftsführer der Stein- und keramischen Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich, Carl Hennrich, zur APA.

Die gegenwärtige Entwicklung bewertet er als "dramatisch". "Es werden weniger Wohnungen hergestellt als laut mittelfristigem Bedarf notwendig wären." Dieser liege angesichts des Zuzugs bei 50.000 neuen Wohneinheiten jährlich.“

Footnote: Diese Anlageform ist aber sehr beratungsintensiv und bedarf einer entsprechend tiefgehenden Analyse. Qualifizierte Beratung nimmt sowohl auf die finanziellen Möglichkeiten der Kunden und Qualität der angeboten Objekte rücksicht. Wenn Sie an eine Veranlagung in dieser Form denken, so stehe ich Ihnen gerne mit meinem Know-How und meinem Partnernetzwerk zur Verfügung. Vereinbaren Sie einen persönlichen Termin unter 0676 30 63 627.


Insiderskandal erschüttert Wall Street – weitere Akteure im Visier

Contributed by simon on Oct 21, 2009 - 08:07 AM

In den USA ist ein Insiderskandal bei Hedgefonds bekannt geworden, der alles bisher Dagewesee sprengt. Insgesamt geht es um illegal erwirtschaftete Gewinne in Höhe von über 20 Millionen US-Dollar. Im Zentrum der Ermittlungen stehen der Milliardär Raj Rajaratnam und seine 1997 gegründete Hedgefonds Galleon Group welche mit rund sieben Milliarden Dollar Einlagen zu den weltgrößten Hedgefonds gehört, sowie zwei Manager des Hedgefonds New Castle – einer früheren Sparte der ehemaligen Investmentbank Bear Stearns, die im letzten Jahr zusammengebrochen ist. Bei dem Duo handele es sich um Mark Kurland, Präsident des Hedgefonds New Castle sowie seine Kollegin Danielle Chiesi, wie der Spiegel schreibt. Ebenfalls angeklagt sind zudem drei ranghohe Manager, bei denen es sich namentlich um Rajov Goel, Finanzmanager bei Intel der einst sogar mal für den Chefposten gehandelt wurde, Anil Kumar, Ex-Direktor bei McKinsey und IBM -Vizepräsident Robert Moffat, so der Spiegel.

Die Staatsanwaltschaft Manhattan wirft allen sechs Angeklagten Wertpapierbetrug und Verschwörung vor. Am Freitag waren zwei entsprechende Klagen bei einem New Yorker Bezirksgericht eingereicht wurden. Darüber hinaus hat auch die US-Börsenaufsicht SEC eine Zivilklage gegen das Sextett angestrengt, wobei der Vorwurf lautet, dass die Beschuldigten Insiderinformationen über zehn Unternehmen miteinander ausgetauscht hätten, darunter Google, IBM, AMD und die Hotelgruppe Hilton.

Hintergrundinformationen zu Einzelklagen

In einem Fall soll – wie es in einer der Klagen heißt – sich beispielsweise der 52-jährigen Rajaratnam, der mit einem geschätzten Privatvermögen von 1,3 Milliarden Dollar als reichster Mann Sri Lankas und Wohltäter gilt und zudem auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, mit Intel-Mitarbeiter Rajiv Goel und ...


EU will Banken sterben lassen

Contributed by simon on Oct 21, 2009 - 07:34 AM

Die EU hat offenbar auf die Forderungen zahlreicher NGOs und Wirtschaftsexperten reagiert, in Zukunft nicht alle existenzbedrohten Banken um jeden Preis zu retten. Im Notfall müsse es möglich sein, grenzüberschreitende Institute zu liquidieren, so die EU in einer Vorlage für den Finanzministerrat Ecofin. Wie Hans-Peter Burghof, Lehrstuhlinhaber für Bankwirtschaft und Finanzdienstleistung an der Universität Hohenheim, im Gespräch mit pressetext verdeutlicht, muss die zu befürwortende freie Marktwirtschaft auch Bankenpleiten zulassen.

 

Zuletzt hatte das globalisierungskritische Netzwerk attac ein System gefordert, in dem Banken Bankrott gehen dürften, ohne die gesamte Finanzwelt zu bedrohen. Dem Ecofin-Papier zufolge benötigt die EU "eine glaubwürdige Alternative zur staatlichen Stützung" der Banken. Wie das Handelsblatt berichtet, seien vonseiten der Finanzaufsichtsbehörden daher ein Notfallszenario sowie ein individueller Abwicklungsplan für jede einzelne Großbank vorzubereiten. Schon im kommenden Jahr sollen die Institute über ihre "Testamente" verfügen.

 

Neben einer stärkeren zwischenstaatlichen Zusammenarbeit im Fall von Krisen sieht die Ecofin-Beschlussvorlage Regulierungsmaßnahmen im Finanzsektor vor. So will die EU eine europäische Finanzaufsicht gründen, die aus drei Agenturen für Banken, Versicherungen und Wertpapiermärkte bestehen soll. Zudem ist ein Systemrisiko-Rat bei der EZB vorgesehen.

 

<h4 class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Eingriff in nationales Recht

 

Um Krisen in Zukunft zu verhindern, schlägt Brüssel Maßnahmen vor, die teilweise tief in nationales Recht eingreifen. Das Konkursrecht für Banken solle etwa europaweit harmonisiert werden. Darüber hinaus müssten die EU-Staaten verbindliche Vereinbarungen treffen, wer im Fall einer Pleite international tätiger Institute welche finanziellen Lasten zu tragen habe.

 

Europaweite Banken-Stresstests, wie sie bereits im Sommer durchgeführt wurden, sollen ab dem kommenden Jahr regelmäßig stattfinden und um nationale Tests ergänzt werden. Außerdem sei ein europäisches Einlagensicherungssystem geplant, um Kapitalanlagen im Fall von Bankenpleiten zu schützen. Derzeit existieren entsprechende Systeme, die neuen Regeln unterstellt werden sollen, nur auf nationaler Ebene.


IWF erhöht Welt-Wachstumsprognose

Contributed by simon on Oct 01, 2009 - 07:02 AM

Globale Wirtschaft soll 2010 bereits um 3,1 Prozent wachsen

Istanbul/Washington- Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Entwicklung der deutschen und der globalen Wirtschaft inzwischen erheblich zuversichtlicher als noch zur Mitte des Jahres. Für die Weltwirtschaft sagte der IWF am Donnerstag in seinem neuen Ausblick im laufenden Jahr eine Schrumpfung ihrer Leistung von 1,1 Prozent voraus. Im nächsten Jahr sollte diese dann bereits wieder von einem kräftigen Wachstum von 3,1 Prozent abgelöst werden. Diese Zahlen fallen mit 0,3 Prozentpunkten in diesem Jahr und 0,6 Prozentpunkten im nächsten Jahr deutlich positiver aus als bei der letzten IWF-Prognose im Juli.

Um jeweils knapp einem Prozentpunkt günstiger sind sogar die neuen Zahlen für Deutschland. Das Minus werde 2009 dennoch mit 5,3 Prozent eines der höchsten unter den großen Industrieländern sein. Für das kommende Jahr erwartet der Fonds aber nicht mehr ein Minus von 0,6 Prozent, sondern ein Plus von 0,3 Prozent.

Die Wirtschaftsleistung der USA, lange die Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft, wird nach der neuen IWF-Prognose um 2,7 Prozent in diesem Jahr einbrechen, im nächsten Jahr aber mit 1,5 Prozent wieder auf Wachstumskurs liegen. In der Euro-Zone dürfte der Einbruch demnach im laufenden Jahr 4,2 Prozent erreichen. Doch wie in Deutschland werde auch hier 2010 ein Mini-Wachstum von 0,3 Prozent zu verzeichnen sein. Der größte Wachstumsimpuls für die globale Wirtschaft dürfte dem Fonds zufolge mit einem Zuwachs von 8,5 Prozent im laufenden Jahr und von neun Prozent im nächsten Jahr erneut aus China kommen. (APA/Reuters)


Wachstumsprognose für Asien deutlich nach oben korrigiert

Contributed by simon on Sep 22, 2009 - 06:02 AM
 

Die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) hat ihre Wachstumsprognose für die Region deutlich erhöht. Im Jahr 2009 werden demnach China etwa 8 Prozent und Indien 6 Prozent Wachstum erzielen. Für Asien insgesamt erwartet die Bank ein durchschnittliches Plus von 3,9 Prozent. "Das wachsende Asien führt die Erholung vom globalen Abschwung an", erklärte die in Manila auf den Philippinen ansässige Bank, die in ihrem Bericht 44 Volkswirtschaften von Pakistan bis Südkorea und den Fidschi-Inseln untersucht hat. Zugleich warnte die Bank davor, die Hilfsmaßnahmen für die Finanzmärkte zu früh zu beenden.

(APA/AP)


"Am Schluss kommt die Blase des Goldes"

Contributed by simon on Jul 29, 2009 - 08:14 AM

Vermögensverwalter Bergold sieht den Goldpreis auf 5.000 Dollar steigen, die nächsten Blasen blubbern und verortet den Start der Krise 2000

derStandard.at: Sie haben die Krise schon vor Jahren vorausgesagt. Haben Sie eine ganz besondere Glaskugel, in die Sie schauen?

Uwe Bergold: Nein, wir haben auch keine hellseherischen Fähigkeiten. Wir machen im Gegensatz zu anderen unsere Analysen aufgrund der Makroebene. Wir betrachten also das große Ganze. Das machen in unserer heutigen schnelllebigen Zeit die wenigsten. Die meisten denken in Wochen und Monaten, wir denken in Jahren und Jahrzehnten.

derStandard.at: Ein altmodischer Zugang?

Bergold: Ja. Außerdem beschäftigen wir uns mit der klassischen Ökonomie und interessieren uns auch für die Geschichte und für massenpsychologische Phänomene. Die Kombination der klassischen Ökonomie mit der Geschichte finden Sie heute im Bankenwesen ganz, ganz selten.

derStandard.at: Welche Faktoren haben Sie also im Jahr 2000 dazu bewegt, Aktien abzustoßen?

Bergold: Wenn man sich damals die fundamentalen Bewertungsniveaus angeschaut hat - ganz klassisch die Dividendenrenditen ..


„Europa ist tot – investieren Sie in Europa!“

Contributed by simon on Jun 29, 2009 - 11:49 AM

 „Das ist keine Empfehlung für antizyklische Anleger. Es ist vielmehr eine etwas pointierte Beschreibung der Widersprüchlichkeit des alten Kontinents. Auf der einen Seite ist er zurückgefallen und hat vor allem in den letzten Monaten viel von seiner Attraktivität eingebüßt. Auf der anderen Seite ist dies aber kein Grund, sich als Anleger zurückzuziehen. Im Gegenteil, es ist eine Chance für kluges Investieren in Europa“, schreibt Dr. Martin Hüfner, volkswirtschaftlicher Berater der direktanlage.at in einem aktuellen Marktkommentar. Nachfolgend der Originalbeitrag.

Schauen wir uns die Situation etwas genauer an. Wer heute auf die weltwirtschaftliche Landkarte blickt, stößt nicht zuerst auf Europa. Alle reden von China und den anderen asiatischen Schwellenländern, die den Aufschwung der Weltwirtschaft anführen. Oder von den USA mit einem Präsidenten, der die Strukturprobleme des Landes energisch anpackt. Die Sparquote der amerikanischen Verbraucher ist von Null auf 5,7 Prozent gestiegen. Das Leistungsbilanzdefizit hat sich in den letzten drei Jahren halbiert (auf annualisiert „nur“ noch 400 Mrd Dollar).

 

Über Europa lässt sich dagegen ..


Meinl-Firmen: Rückzahlungen an Zertifikatsinhaber starten im Juni

Contributed by simon on May 26, 2009 - 12:22 PM
 

Die geplante Auflösung der ehemaligen Meinl-Firmen Power International (PI) und Airports International (AI) wird konkret. Am oder um den Beginn des


Immofinanz/Immoeast-Causa: Leistungen im Wert von mehr als 100 Millionen Euro fingiert?

Contributed by simon on May 20, 2009 - 12:25 PM

Schwere Vorwürfe in der Immfinanz/Immoeast-Causa: Laut einem Bericht des Wirtschaftsblatts wurden angeblich von den Töchtern der Constantia Privatbank über 100 Millionen Euro für fingierte Leistungen in Rechnung gestellt.

Die Zeitung beruft sich dabei auf Gerichtsakten: Demnach hätte ein leitender Angestellter bei einer Zeugeneinvernahme – derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien gegen gut ein Dutzend Manager wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue –ausgesagt, dass in den vergangenen fünf Jahren von den Töchtern der Constantia Privatbank Leistungen im Wert von mehr als 100 Millionen Euro fingiert worden seien. Töchter der CPB hätten der Immofinanzgruppe nachträglich Vermittlungsprovisionen in Rechnung gestellt, obwohl die Bank auf Basis des Managementvertrags ohnedies ein Entgelt bezogen hätte.

In einem anderen Fall soll ein und dieselbe Leistung dreimal bezahlt worden sein. Für Liegenschaften seien "Maximalwerte" gezahlt worden, die "kein vernünftiger Käufer zu zahlen bereit gewesen wäre", wird der Manager zitiert.

Im Strafverfahren rund um Immofinanz, Immoeast und Constantia Privatbank wird auch gegen den früheren Chef von CPB und Immofinanz, Karl Petrikovics, wegen Verdachts auf Betrug und Untreue. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.


Impulsgeber China - die Krisenpolitik schlägt an

Contributed by simon on May 15, 2009 - 09:10 PM

Die Millionen-Metropole Shanghai bereitet sich auf die Expo 2010 vor. Quer durch die Stadt werden alte und neue Häuser frisch gestrichen und Straßen und Gehwege erneuert.

Die Financial Times Deutschland schreibt, dass auch im übrigen China wieder überall gebaut wird: "Neue Eisenbahnstrecken ziehen sich durchs Land, Stromnetze und Wasserwerke entstehen. Das Geld fließt in Strömen." China hat tief in die Tasche gegriffen - das 4.000 Milliarden Yuan Konjunkturprogramm ist angelaufen. Dieses Geld soll in den kommenden zwei Jahren unter anderem den Wohnungsbau für untere Einkommensschichten fördern. Auch ist vorgesehen, die Infrastruktur im ländlichen Raum, Projekte der Wasser- und Elektrizitätswirtschaft, das Transportwesen, den Umweltschutz und andere technische Innovationen zu finanzieren. Zudem will China die Kreditvergabe erleichtern und die Unternehmen bei der Mehrwertsteuer entlasten.

Und damit macht China nach IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn alles richtig. Strauss-Kahn sagt, dass das Konjunkturpaket Chinas in dieser Form enorm positive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft habe. "Der IWF vertritt bereits seit langem die Auffassung, dass China seine Politik eines vom Export angetriebenen Wachstums hin zu einem von der Binnennachfrage angetriebenen Wachstum ändern sollte." In China zeigen sich vergleichsweise früher als in den westlichen Industrieländern erste Erfolge der Konjunkturprogramme. Aufgrund der Regierungsform kommt in China das staatliche Geld anscheinend früher bei Unternehmen und Verbrauchern an. So ist der Staat Auftraggeber bei Infrastrukturprojekten. Diese werden von Staatsfirmen umgesetzt und finanziert aus dem Staatshaushalt oder von Staatsbanken per Kredit auf Anordnung der Regierung.

So stellen sich die Erfolge direkt und kurzfristig ein. Chinas Anlageinvestitionen im April lagen bereits wieder bei 34 Prozent über dem Vorjahresniveau. Auch die Einfuhren von Öl, Eisenerz und anderen Rohstoffen stiegen im März. Die Wohnungskäufe steigerten sich im ersten Quartal um 23,1 Prozent. Es gibt auch erste Anzeichen für private Investitionen: Der Einkaufsmanagerindex der Investmentbank CLSA überschritt im April mit 50,1 erstmals seit Monaten wieder die 50-Punkte-Marke. Die Industrieproduktion stieg im April um 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was von Ökonomen als Beleg dafür gesehen wird, dass die Erholung intakt ist.

Impulsgeber China hat somit einen erfolgreichen Weg beschritten. Wann der Impuls auch die Weltwirtschaft beeinflusst, ist die spannende Frage dieser Tage.


EZB wirft Notenpresse an - Weitere Zinssenkung denkbar

Contributed by simon on May 08, 2009 - 10:00 AM

Nach monatelangem Zögern folgt nun auch die EZB den anderen großen Zentralbanken und wirft im Kampf gegen eine drohende Kreditklemme die Notenpresse an. Die Europäische Zentralbank (EZB) weitet ihre Unterstützung für die Banken aus und kündigte am Donnerstag eine ganze Reihe außergewöhnlicher Maßnahmen an, um den Kreditfluss zu erhalten.

Die EZB kappte zugleich den Leitzins auf das historische Tief von einem Prozent. Selbst weitere Zinssenkungen in Richtung null Prozent schloss EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nicht aus. Der Euro legte daraufhin am Devisenmarkt kräftig zu.

Trichet kündigte erstmals in der Geschichte der Währungsunion den Ankauf von auf Euro lautenden Covered Bonds an. Der EZB-Rat habe sich darauf "im Grundsatz" geeinigt, sagte Trichet. Details sollen im Juni bekannt gegeben werden. Das Volumen der Käufe könne, so Trichet, etwa 60 Mrd. Euro betragen. Analysten der italienischen Großbank Unicredit taxieren den europäischen Covered Bonds-Markt auf 700 Mrd. Euro.

Quelle:Wirtschaftsblatt


IWF stellte Ost-Risiko irrtümlich viel zu hoch dar

Contributed by simon on May 08, 2009 - 09:51 AM

Der Internationale Währungsfonds hat sich bei der Einschätzung des Ost-Risikos erheblich verrechnet. In seinem "Global Financial Stability Report 2009" habe es "Doppelzählungen und Eingabefehler" gegeben, gesteht der IWF ein. Dies soll in einer Überarbeitung richtiggestellt werden. Österreich war vor allem im angelsächsischen Raum wegen des Ost-Engagements als Bankrott-Kandidat gehandelt worden.

Die Fehler betrafen vor allem das Verhältnis der Auslandsschulden zu den Währungsreserven, das ein Überschuldungsindikator sei. Nach Angaben der "Financial Times" waren die Angaben teilweise dramatisch: Für Tschechien ermittelte der IWF einen Wert von 236 Prozent, was bedeutet, dass die Auslandsschulden dreieinhalb mal so hoch wären wie die Devisenreserven. Diesen Wert korrigiert der IWF nun auf 89 Prozent. Bei Estland musste der IWF seine Angaben von 210 auf 132 Prozent reduzieren, bei der Ukraine von 208 auf 116 Prozent.

Ausgelöst wurde die Korrekturen durch internationale Proteste von Notenbankern und Finanzministern. Der IWF teilte mit, dass man die entstandene Konfusion durch die falschen Zahlen bedaure und nun an internen Kontrollmechanismen arbeite. Derartige Fehler des IWF sind aber kein Einzelfall: Die internationale Finanzinstitution verärgerte davor die britischen Banken, indem die Gesamtverluste mit 13,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) angegeben wurden, statt der korrekten 9,1 Prozent.

Quelle:Wirtschaftsblatt


Fidelity: Verbraucherstimmung in Europa markiert Trendwende

Contributed by simon on Apr 28, 2009 - 12:18 PM
 

Wenn extremer Pessimismus vorherrscht, steht der Aktienmarkt üblicherweise kurz vor einer Kehrtwende. In Europa ist das Verbrauchervertrauen auf einem 20-Jahres-Tief. In Deutschland scheint die Talsohle zwar noch nicht erreicht, aber der Zeitpunkt zur Umschichtung defensiver Portfolios rückt näher.

Mit dem aktuell getrübten Konsumklima in Deutschland könnte sich ein Einstieg in Aktien wieder lohnen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es sich empfiehlt zu investieren, wenn das Verbrauchervertrauen am Boden ist. Immer dann, wenn extremer Pessimismus vorherrscht, steht der Markt üblicherweise kurz vor seiner Talsohle.

An den Aktienmärkten kommt es oft zu einer Aufwärtsbewegung kurz bevor sich das Verbrauchervertrauen erholt. „Das geschieht, weil für eine Aufhellung .. ..


Markante Gegenbewegung bei Rohstoffen

Contributed by simon on Apr 28, 2009 - 12:13 PM

 Die Rohstoffpreise haben in einigen Segmenten seit Jahresbeginn sehr starke Aufschläge verzeichnet. So sind Kupfer und Blei um etwa 60 Prozent angestiegen. Platin und Palladium haben rund 30 Prozent zugelegt. Und der Ölpreis liegt ebenfalls deutlich über dem Wert zu Jahresbeginn. In Anbetracht der teilweise extremen Preisstürze im Jahr 2008 kam die Gegenbewegung nicht völlig überraschend, meint Dr. Frank Schallenberger, LBWW, in seinem jüngsten Markteinschätzung. „Beispielsweise notierten Platin und Nickel zeitweise so deutlich unter den Grenzkosten der Förderung, dass Platinpreise von weniger als 800 US-Dollar pro Unze oder Nickelpreise unter 9.000 US-Dollar pro Tonne früher oder später korrigiert werden mussten. Bei manchen Rohstoffen dürfte die Preiserholung der letzten Wochen mittlerweile aber schon etwas über das angemessene Ziel hinaus gegangen sein“, so der Analyst.

Insbesondere bei einigen Basismetallen hätten zuletzt mehrere Faktoren für Haussetrends gesorgt. „Zum einen wurden einige Akteure an den Terminbörsen angesichts steigender Preise mit Baissespekulationen auf dem falschen Fuß erwischt. Das Schließen entsprechender Short-Positionen sorgte dann für ein weiteres Anziehen der Notierungen. Zum anderen nutzten die Chinesen das niedrige Preisniveau bei vielen Basismetallen zur Aufstockung ihrer Lagerbestände. Alleine bei Kupfer, Aluminium, Zink und Blei wurden für die Volksrepublik im März neue Importrekorde verzeichnet. Obwohl das gigantische Konjunkturprogramm Chinas in den nächsten beiden Jahren die Nachfrage nach Kupfer und Co. wieder stärker ankurbeln dürfte, werden die rekordhohen Importe Pekings wohl kaum von dauerhafter Natur sein“, ist Dr. Schallenberger überzeugt.

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